Neustart im Team

Verantwortung teilen –

Flüchtlinge schützen und begleiten

Staatlich-gesellschaftliches Aufnahmeprogramm

für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

© UNHCR/Annie Sakkab

Neustart im Team

Informationen zum Aufnahmeprogramm

Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Viele sind in Staaten geflüchtet, in denen sie nicht dauerhaft bleiben können. Laut UNHCR können mehr als 1,44 Millionen besonders schutzbedürftige Flüchtlinge weltweit nicht in diesem Erstzufluchtsstaat bleiben. Dort sind ihr Leben, ihre Freiheit, Sicherheit, Gesundheit und/oder andere fundamentale Rechte gefährdet bzw. ist ihnen dort kein dauerhafter Verbleib zumutbar. Diese besonders schutzbedürftigen Menschen brauchen dringend eine Lebensperspektive in einem anderen Land.

Resettlement ermöglicht besonders schutzbedürftigen Personen die legale und sichere Einreise aus einem Erstaufnahmeland in einen zu ihrer Aufnahme bereiten Drittstaat. Dieser Drittstaat bietet den Personen eine dauerhafte Aufnahme und einen umfassenden Flüchtlingsschutz. Das Resettlement-Verfahren richtet sich an bereits vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) anerkannte Flüchtlinge. Resettlement ist kein Ersatz für reguläre Asylverfahren, sondern nur eine Ergänzung zum Schutz besonders vulnerabler Flüchtlinge. UNHCR hat für die Auswahl der für ein Resettlement-Verfahren in Betracht kommenden Flüchtlinge spezifische Kriterien entwickelt, welche den Schutzbedarf der Personen definieren.

„Neustart im Team“ (NesT) ist ein zusätzliches Aufnahmeprogramm der Bundesregierung für 500 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, die sich in Erstzufluchtsstaaten aufhalten. Im Rahmen der Pilotphase wählt UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge) diese Personen in den Staaten Ägypten, Jordanien, Kenia, Libanon und Niger aus.
Die Aufnahme ist an die Unterstützung durch eine Mentor(innen)gruppe vor Ort gebunden. D.h. indem sich einzelne Menschen oder Organisationen zu einer Gruppe zusammenschließen, können sie Flüchtlinge aufnehmen. Mindestens fünf Personen bilden eine Mentoring-Gruppe. Die aufgenommenen Personen erhalten einen Aufenthaltstitel nach § 23(4) AufenthG, zunächst für drei Jahre. Danach kann dieser Aufenthaltstitel verlängert werden. Damit erhalten sie Leistungen gemäß SGB II, d.h. Hartz IV, und können am Integrationskurs teilnehmen.

Vorteile von „Neustart im Team“

Mit NesT wird besonders Schutzbedürftigen ein neuer und sicherer Zugangsweg nach Deutschland eröffnet. Mentor(inn)en unterstützen die geflüchteten Menschen dabei, in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Die aufgenommenen Schutzbedürftigen leben am Wohnort der Mentorinnen und Mentoren. So können die Schutzbedürftigen von der Unterstützung der Mentorinnen und Mentoren profitieren.

Die Schutzsuchenden kommen sofort in Kontakt mit der Aufnahmegesellschaft und können am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Durch persönlichen Kontakt zwischen Schutzbedürftigen und Mentor(inn)en werden die Akzeptanz von Flüchtlingen und die Aufnahmebereitschaft der Gesellschaft erhöht. Die aufgenommenen Personen erhalten einen sicheren Aufenthaltstitel, der nach drei Jahren verlängert werden kann. Außerdem erhalten sie Hartz IV und können am Integrationskurs teilnehmen.

Die Verpflichtungen sind für die Mentorinnen und Mentoren zeitlich begrenzt und von vornherein kalkulierbar. Sie suchen eine geeignete Wohnung und finanzieren die Kaltmiete für zwei Jahre. Außerdem unterstützen sie die Schutzbedürftigen ein Jahr lang ideell auf ihrem Weg zur gesellschaftlichen Teilhabe.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Sie möchten helfen, besonders schutzbedürftige Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen und ihnen das Ankommen erleichtern?

Dann ist das neue Programm „NesT – Neustart im Team“ etwas für Sie!

Veranstaltungen

Kontaktieren Sie bei Interesse an einer der Veranstaltungen bitte die ZKS: