Neustart im Team

Staatlich-gesellschaftliches Aufnahmeprogramm

für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Wie funktioniert das Programm?

Erste Schritte als Mentoring-Gruppe

Eine Gruppe muss aus mindestens fünf Personen bestehen, um für das Mentoring in Betracht gezogen zu werden. Voraussetzung, um einen Antrag zu stellen, ist außerdem die Teilnahme an der kostenfreien vierstündigen Basisschulung, welche die Zivilgesellschaftliche Kontaktstelle (ZKS) organisiert und durchgeführt. Danach stellen Sie einen Antrag zur Aufnahme auf die Vermittlungsliste über den das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entscheidet. Durch das dafür nötige Antragsverfahren begleitet Sie die ZKS, die Ihnen auch die nötigen Unterlagen zur Verfügung stellt. Sie können wählen, ob Sie eine Familie oder eine Einzelperson begleiten und unterstützen möchten.

Die ZKS berät und begleitet die Antragstellung und bietet erste Informationsveranstaltung an.

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Mentorinnen und Mentoren schließen sich zu einer Gruppe zusammen

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Mentoring-Gruppe besucht die Basisschulung der ZKS

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Mentoring-Gruppe bereitet einen Antrag vor

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Mentoring-Gruppe sendet fertigen Antrag über die ZKS an das BAMF

Von der Antragstellung zur Einreise

Nachdem Ihre Gruppe auf der Vermittlungsliste des BAMF aufgenommen wurde, identifiziert das UNHCR Schutz­bedürftige in Jordanien, Ägypten, Äthiopien oder dem Libanon. Sie erhalten erste Kontaktinformationen, um möglichst schon vor der Einreise Kontakt aufnehmen zu können. Derweil erarbeitet die Mentoring-Gruppe einen Integrationsplan und bringt die nötigen Mittel für die Nettomiete auf.
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BAMF nimmt Mentoring-Gruppe auf Vermittlungsliste auf

(inkl. Sicherheitsprüfung, Schufa-Auskunft)

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UNHCR identifiziert schutzsuchende Personen im Drittstaat, BAMF entscheidet über deren Aufnahme und IOM organisiert die Ausreise nach Deutschland

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BAMF übersendet Steckbrief von Flüchtling/en an die Mentoren

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Mentoring-Gruppe übersendet Unterstützungs­erklärung

Ankunft in Deutschland

Mindestens eine Woche vorher werden Sie über den Tag der Einreise informiert. Alle Schutzbedürftigen verbringen die ersten zwei Wochen zur Orientierung in der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Friedland bei Göttingen. Es gehört zu den Pflichten der Mentorinnen und Mentoren, die Flüchtlinge aus Friedland abzuholen. Dort treffen Sie erstmals die zu unter­stützende Person oder Familie. Sie werden bei dem ersten Zusammentreffen fachlich begleitet. Zwischen der Erstinformation über den Tag der Einreise und dem Zusammentreffen mit Ihnen als Mentorinnen und Mentoren liegen mindestens drei Wochen.

Die aufgenommenen Personen erhalten in Deutschland einen Aufenthaltstitel nach § 23(4) AufenthG, zunächst für drei Jahre. Danach kann dieser Aufenthaltstitel verlängert werden. Damit erhalten sie Leistungen gemäß SGB II, d.h. Hartz IV, und können am Integrationskurs teilnehmen.

Die ZKS berät und begleitet Sie in Absprache mit lokalen Akteuren (z.B. Beratungsdiensten, Freiwilligenzentren, Migrantenorganisationen etc.)

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Mentoring-Gruppe bereitet die Ankunft der Familie vor

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Flüchtlinge kommen im GDL Friedland an (2-wöchiger Aufenthalt, dann Zusammentreffen mit
Mentoren in Friedland von der Caritas begleitet)

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Mentoring-Gruppe begleitet das Einleben der Familie/Person am Wohnort