Neustart im Team

Staatlich-gesellschaftliches Aufnahmeprogramm

für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Wie werde ich Mentor/in?

Mentorinnen und Mentoren sind Gruppen aus mindestens fünf Personen, die sich gemeinsam bereit erklären, Schutzbedürftige für eine begrenzte Zeit zu unterstützen. Sie können juristische und natürliche Personen (Kleingruppen) sein. Idealerweise besteht eine enge Anbindung an örtliche Vereine, Kirchengemeinden oder Wohlfahrtsverbände.

Mentorinnen und Mentoren stellen Wohnraum zur Verfügung und finanzieren, wenn eine Anmietung erforderlich ist, die Netto-Kaltmiete für zwei Jahre. Der Wohnraum muss sich am örtlichen Sozialhilfesatz orientieren, damit die aufge­nommenen Personen nach Ende des Unterstützungszeitraums nicht ausziehen müssen. Die Kosten, die auf Sie zukommen, stehen damit von Anfang an fest.
Außerdem unterstützen sie die Schutzbedürftigen ein Jahr lang ideell auf ihrem Weg zur gesell­schaftlichen Teilhabe. Sie sind Ansprechpartner(innen) und helfen beispielsweise bei Behördengängen sowie bei der Suche einer Schule, eines Ausbildungsplatzes oder einer Arbeitsstelle. Zudem ermög­lichen Sie Begegnungen, zum Beispiel im Sportverein, in der Freizeit oder bei Festen.

Als Gruppe von Mentorinnen und Mentoren teilen Sie sich die Verantwortung und die Aufgaben. Jedes Gruppenmitglied kann sich entsprechend seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten einbringen. Mentor(inn)en können auf bestehende Unterstützungsstrukturen an ihrem Wohnort zurückzugreifen. Hierzu gehören Beratungsstellen, wie beispielsweise Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE), Jugendmigrationsdienst (JMD), Freiwilligenzentren sowie Ehrenamtskoordinator(inn)en und auch pastorale Begleitung. Mentor(inn)en-Gruppen bewerben sich um eine Teilnahme am Programm. Die ZKS begleitet und berät Sie in diesem Prozess.

Mit einem kurzen Antrag und einem Unterstützungsplan, in dem Sie sich und Ihre Ressourcen für die Begleitung der Geflüchteten darstellen, bewerben Sie sich um die Aufnahme auf die Vermittlungsliste des BAMF. Damit dies gut gelingt, bietet die Zivilgesellschaftliche Kontaktstelle für alle Mentor(inn)engruppen vor der Antragstellung eine vierstündige Basisschulung an. In der Schulung werden die einzelnen Schritte im Projekt vorgestellt, mögliche Herausforderungen diskutiert und Anliegen der Mentoring-Gruppe besprochen. Die Schulung bietet darüber hinaus Raum für das Kennenlernen anderer Mentoring-Gruppen und eine Reflexion der kommenden Aufgaben und Rollen im Projekt.

Die Zivilgesellschaftliche Kontaktstelle begleitet und berät Sie auch über die Antragstellung hinaus. Im Laufe Ihrer Mentoring-Tätigkeit finden Sie hier Unterstützung und können an weiteren Seminarangeboten, speziell für Mentor(inn)en aus dem Programm Neustart im Team teilnehmen.

Die Stimmen von Mentorinnen und Mentoren zum Aufnahme­programm NesT

© UNHCR/Benjamin Loyseau