Neustart im Team

Informationen zum Aufnahmeprogramm NesT

NesT – Wie funktioniert Neustart im Team?

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Sie möchten helfen, besonders schutzbedürftige Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen und ihnen das Ankommen erleichtern?​

Dann ist das neue Programm
„NesT – Neustart im Team“ etwas für Sie!

Informationen zum Aufnahmeprogramm

Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Viele sind in Staaten geflüchtet, in denen sie nicht dauerhaft bleiben können. Laut UNHCR können mehr als 1,47 Millionen besonders schutzbedürftige Flüchtlinge weltweit nicht in diesem Erstzufluchtsstaat bleiben. Dort sind ihr Leben, ihre Freiheit, Sicherheit, Gesundheit und/oder andere fundamentale Rechte gefährdet bzw. ist ihnen dort kein dauerhafter Verbleib zumutbar. Diese besonders schutzbedürftigen Menschen brauchen dringend eine Lebensperspektive in einem anderen Land.

Resettlement ermöglicht besonders schutzbedürftigen Personen die legale und sichere Einreise aus einem Erstaufnahmeland in einen zu ihrer Aufnahme bereiten Drittstaat. Dieser Drittstaat bietet den Personen eine dauerhafte Aufnahme und einen umfassenden Flüchtlingsschutz. Das Resettlement-Verfahren richtet sich an bereits vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) anerkannte Flüchtlinge. Resettlement ist kein Ersatz für reguläre Asylverfahren, sondern nur eine Ergänzung zum Schutz besonders vulnerabler Flüchtlinge. UNHCR hat für die Auswahl der für ein Resettlement-Verfahren in Betracht kommenden Flüchtlinge spezifische Kriterien entwickelt, welche den Schutzbedarf der Personen definieren.

„Neustart im Team“ (NesT) ist ein zusätzliches humanitäres Aufnahmeprogramm der Bundesregierung für 500 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, die sich in Erstzufluchtsstaaten aufhalten. Im Rahmen der Pilotphase wählt UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge) diese Personen in den jeweiligen Erstaufnahmestaaten, gegenwärtig Ägypten, Jordanien, Kenia, Libanon und Niger, aus.
 Die Aufnahme ist an die Unterstützung durch eine Mentoring-Gruppe vor Ort gebunden. D.h. indem sich einzelne Menschen oder Organisationen zu einer Gruppe zusammenschließen, können sie Flüchtlinge aufnehmen. Mindestens fünf Personen bilden eine Mentoring-Gruppe. Die aufgenommenen Personen erhalten einen Aufenthaltstitel nach § 23 Abs. 4 AufenthG, zunächst für drei Jahre. Danach kann dieser Aufenthaltstitel verlängert werden. Damit erhalten sie Leistungen gemäß SGB II, d.h. Hartz IV, und können am Integrationskurs teilnehmen.

Vorteile von „Neustart im Team“ (NesT)

Mit NesT wird besonders Schutzbedürftigen ein legaler und sicherer Zugangsweg nach Deutschland eröffnet. Mentorinnen und Mentoren unterstützen die geflüchteten Menschen dabei, in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Die aufgenommenen Schutzbedürftigen leben am Wohnort oder in der Nähe der Mentoring-Gruppen. So können die Schutzbedürftigen von der Unterstützung der Mentorinnen und Mentoren profitieren.



Die Schutzsuchenden kommen sofort in Kontakt mit der Aufnahmegesellschaft und können am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Durch persönlichen Kontakt zwischen Schutzbedürftigen und Mentoring-Gruppen werden die Akzeptanz von Flüchtlingen und die Aufnahmebereitschaft der Gesellschaft erhöht. 



Ziele von „Neustart im Team“ (NesT)

Ein sofortiger Kontakt der Schutzbedürftigen zur Aufnahmegesellschaft.
 

Eine bessere und den Fähigkeiten und Wünschen der Schutzbedürftigen entsprechende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Die Bestärkung und Qualifizierung gesellschaftlichen Engagements.
 
 

Erhöhung der Akzeptanz der Aufnahmegesellschaft durch den Abbau von Ängsten im persönlichen Kontakt zwischen Schutzbedürftigen sowie Mentorinnen und Mentoren.

Verbesserung der Rahmenbedingungen für Integration, die auch anderen Zugewanderten zu Gute kommt.​